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Die Zeiten von Ned Zelic beim BVB sind lange her. Seit damals, den frühen Neunzigern, war er der einzige Australier im Dress von Borussia Dortmund. Bis Borussia im Mai 2010 aus dem Nichts den jungen australischen Torhüter Mitch Langerak von Melbourne Victory verpflichtete und ihm einen Vertrag bis 2014 gab. Eine untypische Aktion des Vereins, der in der Vergangenheit vor allem auf ältere zweite Torhüter baute. Aber so ist nach Marc Zieglers Transfer zum VfB Stuttgart nun Mitch Langerak mit nur 22 Jahren der zweiten Mann hinter Roman Weidenfeller.

Unsere Kollegen von schwatzgelb.com saßen vor dem Spiel gegen die Bayern mit Mitch zusammen, um sich mit ihm über seine bisherige Karriere in Australien, das Autofahren auf der rechten Straßenseite und natürlich über seine Ziele in Dortmund zu unterhalten. Hier ist der erste Teil des Interviews.

sg.com: Schön, dich zu treffen, Mitch!

Mitch: Danke, gleichfalls.

sg.com: Was sind deine ersten Eindrücke von Dortmund? Was hast du schon alles von der Stadt gesehen?

Mitch: Ich wohne in Kirchhörde, das ist eine schön ländliche Gegend, in der auch einige meiner Mannschaftskameraden leben. Ab und zu gehe ich in die Stadt und bummel durch die Läden auf dem Westenhellweg. Es ist eine schöne Stadt, in der es viel zu sehen gibt, aber es ist phänomenal, wie viele BVB-Fans es hier gibt. Überall sieht man Autos mit BVB-Aufklebern und Leute, die unser Trikot tragen. Das ist wunderbar und hat mir klar gemacht, dass dieser Verein etwas Besonderes ist.

sg.com: Was wusstest du über Dortmund und den BVB, bevor du hier unterschrieben hast?

Mitch: Als ich erfahren habe, dass der BVB mich verpflichten will, konnte ich es erst nicht glauben. Als Fußballer, auch in Australien, war mir Borussia Dortmund natürlich ein Begriff, jeder Fußballer kennt den BVB. Aber ich kannte mich nicht mit der kompletten Geschichte des Vereins aus, doch mittlerweile, nachdem ich mich darüber schlau gemacht habe, ist es einfach großartig, hier zu sein. Auch dass das Stadion und die Fanbasis so groß sind, ist toll. Es ist einfach ein Wahnsinnsverein.

sg.com: Hast du vor deinem Wechsel nach Dortmund mit Ned Zelic gesprochen?

Mitch: Nein, habe ich nicht. Ich weiß, dass er der erste Australier beim BVB war, er hatte ja auch eine große Karriere. Ned ist sehr bekannt in Australien.

sg.com: Hast du denn mit jemand anderem aus Australien über die Bundesliga und Borussia gesprochen, bevor du hergekommen bist?

Mitch: Ja, ich habe mit einigen Australiern gesprochen, mit denen ich schon zusammen gespielt habe und die ins Ausland gewechselt sind, etwa mit Dario Vidosic vom 1. FC Nürnberg und mit Matthew Spiranovic, der auch in Nürnberg war, jetzt aber in Japan spielt. Ich habe außerdem ein paar Worte mit anderen ehemaligen australischen Bundesliga-Profis gewechselt, und auch mit Profis, die früher in den Niederlanden gespielt haben. Das ist zwar nicht ganz dasselbe wie die Bundesliga, aber es ist für Australier schon eine vergleichbare Erfahrung. Natürlich hat mich jeder dazu ermuntert, nach Dortmund zu wechseln. Alle haben gesagt, es ist das Beste, was ich machen kann, und dass ich es so schnell wie möglich tun sollte.

sg.com: Warst du vor deinem Wechsel zum BVB schon einmal in Europa?

Mitch: Nein, war ich nicht. Ich kam einmal her, um den Vertrag zu unterschreiben, und bin dann zurück nach Australien geflogen, um meine Sachen zu packen und mich auf den Umzug vorzubereiten. Ich kam dann eine Woche vor dem Beginn der Saisonvorbereitung wieder nach Dortmund, um mir eine Wohnung zu suchen und ein Auto zu kaufen. Als dann die Vorbereitung anfing, war ich bereits eingerichtet und musste nicht mehr im Hotel wohnen, was den Übergang etwas erleichtert hat.

sg.com: Hast du denn einen deutschen Führerschein?

Mitch: Um ehrlich zu sein, weiß ich gerade gar nicht so genau, mit was für einem Führerschein ich fahre. (lacht) Ich glaube, es gibt eine Behörde in Australien, zu der man gehen kann, um seinen australischen Führerschein auf einen europäischen umschreiben zu lassen.

sg.com: Hattest du Probleme, dich an den Rechtsverkehr zu gewöhnen?

Mitch: Oh ja, das hat mir echte Schwierigkeiten bereitet. Vermutlich bin ich immer noch der schlechteste Fahrer innerhalb der Mannschaft.

sg.com: Wie hast du eigentlich erfahren, dass Borussia Dortmund an deiner Verpflichtung interessiert war?

Mitch: Durch meinen australischen Berater, der auch Partner in Holland und Deutschland hat. Ich habe dann mit ihm gesprochen, woraufhin er mir vom Dortmunder Interesse erzählte. Es hat dann zwar noch etwas gedauert, bis alles endgültig geklappt hat, aber natürlich bin ich sehr froh, dass ich jetzt hier spielen kann.

sg.com: Wusstest du vorher schon, dass Borussia dich beobachtet hat?

Mitch: Mein Berater hat ein paar Andeutungen gemacht, bevor das Interesse zuletzt offiziell wurde. Ich habe das aber höchstens im Hinterkopf behalten, weil ich mich auf meine Saison mit Melbourne konzentrieren musste. Zu der Zeit haben wir in einem kontinentalen Wettbewerb gespielt, und wir hatten gerade ein Halbfinale und möglicherweise danach das Finale vor uns. Es war also eine wichtige Phase der Saison. Ich habe also versucht, dass BVB-Interesse auszublenden und nicht allzu viel darüber nachzudenken. Als dann aber das offizielle Angebot kam, habe ich alles daran gesetzt, hierhin zu wechseln. Alle haben mir gesagt, dass ich mich geehrt fühlen und alles versuchen sollte, damit es klappt. Und das habe ich getan.

sg.com: Wann hast du erstmals mit Jürgen Klopp gesprochen?

Mitch: Als ich herkam, um den Vertrag zu unterschreiben. Ich traf mich mit ihm, den Co-Trainern und Torwarttrainer Teddy de Beer. Vor allem ein Teil des Gesprächs ist bei mir hängengeblieben. Sie haben mir gesagt: „Es macht nichts, wenn du Fehler machst. Was auch immer auf dem Platz passiert: Wenn du im Training immer 100% gibst und stetig hart arbeitest, wirst du niemals Probleme mit uns bekommen.“ Und es ist einfach fabelhaft zu sehen, wie sie die Jungs im Training zu Höchstleistungen antreiben und die Jungs dann auch im Spiel Vollgas geben.

sg.com: Welche Perspektive hat Borussia dir eigentlich aufgezeigt? In Australien warst du Stammspieler, und jetzt hast du das gegen einen Platz auf der Bank in Dortmund eingetauscht.

Mitch: Jeder Spieler möchte spielen. Aber ich bin nicht doof. Ich bin zu einem Riesenverein in der Bundesliga gewechselt, also komme ich nicht aus Australien her und gehe mit verrückten Ambitionen an die Sache ran. Aber ich bin hierher gekommen, um hart zu arbeiten und so gut wie möglich mit Roman zu trainieren. Und falls – Gott bewahre – Roman etwas passiert, werde ich da sein, einspringen und versuchen, meine Chance zu nutzen. Zur Zeit ist Roman vorne. Aber allein bei einem Bundesliga-Verein zu spielen ist ein großer Schritt für mich, und mir war klar, dass es schwer werden würde, direkt einen Stammplatz zu bekommen.

sg.com: Siehst du dich selbst als Konkurrenten für Roman oder denkst du, dass dein erstes Jahr in Dortmund eher ein Lehrjahr sein wird?

Mitch: Mir gefällt der Gedanke, ein Mitbewerber zu sein. Natürlich wird es schwierig werden, zu spielen, weil Roman zurzeit so gut hält. Ich bin aber nicht nur hier, um den Verein, die Sprache oder das Land kennenzulernen. Es geht darum, in jedem Training auf den Platz zu gehen und hart zu arbeiten. Das versuche ich, und ich möchte mich so gut wie möglich weiterentwickeln.


sg.com: Ist die Arbeit mit Roman Weidenfeller und Teddy de Beer anders als die mit den anderen Torhütern und Trainern in deiner bisherigen Karriere, etwa mit Michael Theoklitos?

Mitch: Nein, sie ist sehr ähnlich zu dem, was wir zuhause gemacht haben. Vieles, was wir üben, sind Sachen, die dir auch im Spiel passieren. Wir trainieren also viele Spielsituationen. Das machen wir unter der Woche, und wenn sie dann am Wochenende im Spiel auftauchen, musst du damit umgehen können. Besonders die Arbeit mit Roman ist toll, er hilft mir viel.

sg.com: Und ihr sprecht Englisch im Training?

Mitch: Ja, Roman und Teddy de Beer sprechen es beide. Aber natürlich versuche ich, Deutsch zu lernen.

sg.com: Hast du einen Übersetzer für die Mannschaftssitzungen?

Mitch: Nein. Wenn es um mich geht, übersetzt Teddy das nachher für mich. Aber darüber hinaus versuche ich einfach für mich selbst herauszufinden, worüber die anderen reden. Aber ich verstehe bisher nicht wirklich viel. (lacht)

sg.com: Hilft dir jemand bei persönlichen Angelegenheiten?

Mitch: Mein Berater wohnt in Venlo, also nicht weit von hier. Er kommt ständig rüber, um mir zu helfen. Als ich das erste Mal herkam, hatte ich einen Stapel an Post, die ich nicht lesen konnte. Also kam er vorbei und sortierte sie aus. Das war das erste Mal, dass ich dachte: „Es ist echt schwierig, wenn du die Sprache nicht kannst.“

sg.com: Du hast also niemanden aus deiner Familie oder ein paar Freunde mit hierher gebracht?

Mitch: Nein, ich bin ganz allein hier. Das macht es etwas schwerer, aber ich telefoniere und skype viel, um mit meiner Familie und meinen Freunden zu sprechen.

sg.com: Vielleicht macht es die Sache etwas schwerer, aber es hilft dir dabei, mit der neuen Situation klarzukommen…

Mitch: Das denke ich auch. Es ist wichtig, dem Land, indem man lebt, Respekt zu erweisen, und dafür muss man dessen Sprache lernen. Das ist wirklich schwer für mich, aber ich versuche mein Bestes. So zum Beispiel auch, bei der Arbeit mit Roman und Teddy etwas Deutsch zu sprechen. Und ich versuche, den Stil und das Gefühl hier im Verein anzunehmen.

sg.com: Wie oft nimmst du Deutschunterricht?

Mitch: Mein Lehrer kommt normalerweise ein paar Mal pro Woche vorbei. Immer, wenn ich Zeit nach dem Training habe, richte ich es ein, ihn zu treffen.

sg.com: Das ist bei dem Zeitplan der letzten Wochen wohl nicht ganz so leicht...

Mitch: Ja, momentan ist es einfach phänomenal. Die ganzen Spiele in der Europa League und der Bundesliga… Aber genau darum geht’s im Fußball, und ich genieße die Reisen und die Möglichkeiten, all diese Städte zu sehen. Aber ihr habt Recht, Zeit für den Deutschunterricht bleibt da wenig.

sg.com: Was war für dich die größte Überraschung, seit du in Dortmund angekommen bist?

Mitch: Ganz sicher das Training. Im Vergleich zu Australien trainieren wir hier wahnsinnig viel. Zuhause haben wir vielleicht drei bis viermal pro Woche trainiert, auch natürlich auf professioneller Ebene, aber eben nicht ganz so extrem wie hier. Dann kommst du her und wir trainieren, trainieren, trainieren… Eine weitere Überraschung war die tolle Unterstützung des Vereins durch die Fans. Die Fans sind einfach nur verrückt. Wenn ich ins Stadion komme und die Tribüne hoch schaue, sind da einfach nur viele… viele.

sg.com: Was waren denn deine ersten Gedanken beim Anblick der Südtribüne?

Mitch: Das erste Mal war gegen Manchester City. Nun, ich habe zwar auch in Melbourne vor großen Kulissen gespielt, aber das ist natürlich kein Vergleich zu dem, was hier los ist. Ich glaube, gegen City war noch nicht einmal die größtmögliche Kulisse da, aber für mich war es trotzdem schon ziemlich groß. Dieses erste Spiel in Dortmund war toll, aber ich freue mich schon tierisch auf das Heimspiel gegen Schalke, um zu sehen, was die Fans dann machen.

sg.com: Du hast gerade dein erstes Derby hinter dir, und nach dem Sieg haben euch die Fans bei eurer Rückkehr nach Dortmund einen großen Empfang bereitet.

Mitch: Ja, das hat Spaß gemacht! Es war unglaublich! Es war einfach nur irre, als wir vom Derby zurückgekommen sind. Ich erinnere mich noch, dass der Bus gedreht hat und ich nicht wusste, was los war. Die Jungs haben sich alle plötzlich umgedreht und aus den Fenstern gestarrt. Als rausgeschaut habe, waren überall Leute mit Fackeln. Es war unglaublich, und ich hab mir gedacht: „Das war nur für ein Ligaspiel. Was machen die erst, wenn wir Meister werden sollten?“

sg.com: Dabei war es erst das vierte Spiel der Saison…

Mitch: Ja, man hätte meinen können, dass wir schon die Meisterschaft gewonnen hätten. Einfach großartig. Seit ich hier bin, haben mir alle gesagt, dass es erstmal um das Spiel gegen Schalke geht. Ich kann das Heimspiel kaum erwarten.

sg.com: Gegen Bayern München am Wochenende wirst du unser Stadion erstmals ausverkauft sehen.

Mitch: Ja, darauf freue ich mich genauso. Einer meiner Freunde kommt mich für dieses Spiel besuchen.

sg.com: Ist Bayern München der einzige deutsche Verein, den man in Australien kennt?

Mitch: Das dürfte auf die breite Öffentlichkeit in Australien zutreffen, aber Fußballer und Fußball-Interessierte kennen auch andere Vereine. Fußball ist recht populär in Australien, auch wenn es viele andere beliebte Sportarten gibt. Und die Fußballfans dort kennen natürlich auch die Bundesliga und Borussia Dortmund.

Im zweiten Teil des Interviews sprechen wir über Mitchs Karriere in Australien und seine Ambitionen in der Nationalmannschaft.

Das Interview führten Steph, Vanni, Web und Peter. Aus dem Englischen von Scherben und Gerling. 14.10.2010
1.11.10 15:12


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Götze und Barrios schießen BVB in Mainz auf Eins

2:0 - Mainz bleibt nicht mehr Eins - Dortmund wie es singt und lacht [31.10.] Mit Sieg in Mainz zurück auf Eins! Borussia Dortmund hat die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga zurück erobert und führt die Rangliste zum 97. Mal in der Vereinsgeschichte an. Am zehnten Spieltag siegte der BVB beim bisherigen Spitzenreiter FSV Mainz 05 mit 2:0 (1:0). Mario Götze und Lucas Barrios schossen Schwarzgelb wieder auf Platz eins! Aus Mainz berichten Boris Rupert und Dennis-Julian Gottschlich 20.300 Zuschauer im bis auf den letzten Platz gefüllten "Stadion am Bruchweg" sahen ein intensives, hoch interessantes Spiel, in dem Borussia nach 25 Minuten durch Götze verdient in Führung ging. Sechs hochkarätige BVB-Chancen, darunter ein Alleingang und ein Pfostenteffer von Barrios, standen zur Pause zu Buche. Durchgang zwei begann mit einem Elfmetergeschenk für Mainz, doch Weidenfeller parierte Polanskis Schuss (48.). Die Drangphase der Mainzer beendete Barrios mit dem 0:2 (67.). Ausgangslage: Erster gegen Zweiter: Erstmals seit dem 24. Februar 2002 gab es wieder ein solches Spitzenspiel mit Beteiligung von Borussia Dortmund. Nur gegen Hamburg (0:1) hatte Mainz zuvor Punkte gelassen, die Borussen alle Auswärtsspiele (Stuttgart, Schalke, St. Pauli, Köln) gewonnen und nie zuvor vor dem zehnten Spieltag eine bessere Bilanz (sieben Siege, ein Unentschieden, eine Niederlage). Doch der FSV war nie ein "bequemer Gegner" für die Borussen, die nur eins der voran gegangenen acht Duelle gewinnen konnten, in Mainz noch nie (zwei Remis, zwei Niederlagen). Wieder dabei: Sven Bender Personalien: Von den fünf fehlenden Mainzern (Müller, Gopko, Löw, Simak, Heller) zählte keiner in dieser Saison zum Stamm (nur Heller war fünf Mal dabei, davon drei Mal als Einwechselspieler). Anders der BVB, der mit Kehl, Kuba, Owomoyela und Zidan auf vier Eckpfeiler verzichten musste, dazu auch Hajnal und Kringe nicht zur Verfügung hatte. Götze und Bender meldeten sich einsatzfähig, so dass es folgende Änderungen gegenüber dem Pokalspiel in Offenbach gab: da Silva und Lewandowski mussten für Bender und Großkreutz auf die Bank. Mainz mit der gleichen Elf, die 1:0 in Leverkusen siegte.. Taktik: Klopp stellte zunächst um vom 4-2-3-1 auf eine 4-3-2-1-Grundordnung ("Tannenbaum") und verschob Großkreutz zu Bender und Sahin ins Mittelfeld, so dass sich klare Zuordnungen zur Mainzer "Mittelfeldraute" ergaben. Nachdem die Gastgeber zur Pause vom 4-4-2 in ein 4-2-3-1 wechselten, ging auch der BVB zurück zum gleichen System. "Wir haben uns gedacht, dass Mainz 05 im gewohnten System spielt - und haben den "Tannenbaum" entgegen gestellt. In unseren kurzen Wochen konnten wir das nicht trainieren - wir haben das nur im Abschlusstraining geprobt, und das sah gut aus. Sobald Mainz umgestellt hat, haben wir wieder aufs alte System umgestellt", sagte Klopp nach dem Spiel. Lucas Barrios im Laufduell mit Niko Bungert. Spielverlauf & Analyse: Die ersten Minuten des Spiels gehörten den Gastgebern, die das Ausscheiden im Pokal unter der Woche anscheinend gut verkraftet hatten. Bereits in den ersten drei Minuten kamen sie mit zwei Ecken gefährlich vor das Tor der Borussen, beide Male konnte der Ball allerdings nach einigen Turbulenzen von den Schwarzgelben aus dem Strafraum befördert werden. Im direkten Gegenzug kam Großkreutz aus 20 Metern zum Abschluss; der Schuss stellte allerdings kein Problem für den Mainzer Torwart Wetklo dar. In der Folge kamen die Borussen besser ins Spiel und versuchten, dem druckvollen Mainzer Offensivspiel immer wieder mit gut vorgetragenen Kontern entgegenzutreten. So setzte wiederum Großkreutz mit einem schönen Pass Barrios in Szene (13.), der Argentinier vergab den Alleingang freistehend vor Wetklo allerdings um ein paar Zentimeter. Der Mainzer Keeper trat kurz darauf bei Noveskis Rückpass über den Ball, aber auch dieser landete knapp neben dem Pfosten. Es entwickelte sich ein munteres Spiel, mit vielen Strafraumszenen. Allaguis Schuss aus fünf Metern konnte Subotic gerade noch klären (16.), dann wieder der BVB mit Barrios (19.) und der nächsten spektakulären Chance durch Götze, der nach einem tollen Angriff über Piszczek im Strafraum Bungert aussteigen ließ, aus acht Metern abzog, aber Wetklo parierte sensationell (20.). Sechs Minuten später klingelte es dann aber doch im Mainzer Kasten: Wiederum BVB-Youngster Götze brach nach feinem Pass von Sahin in den Strafraum der 05er durch, umkurvte mehrere Mainzer Abwehrspieler und vollstreckte aus 16 Metern eiskalt in die linke untere Ecke des Mainzer Tores - das 1:0 für Borussia Dortmund nach 26 Minuten und gleichzeitig ein Jubiläum: Das 2.500. Bundesligator für den BVB. Das 0:1 - Götze zieht, Kagawa (l.), Bungert und Svensson schauen zu. [Fotos: firo] Danach bekam die Borussia den Gastgeber immer besser in den Griff. Mainz spielte weiter offensiv, konnte das druckvolle Pressing der Anfangsminuten allerdings nicht fortführen. Sie wirkten nach dem Gegentor wie geschockt. So kam Schmelzer aus 25 Metern in halblinker Position zum Abschluss - Wetklo konnte so eben noch zur Ecke klären (34.). Diese wurde von Sahin punktgenau auf den sträflich allein gelassenen Subotic ausgeführt, der legte per Kopf auf Barrios ab, dessen Abschluss prallte allerdings vom Mainzer Pfosten ab (35.). Der BVB begann die zweite Hälfte unverändert, die Gastgeber wechselten den in der ersten Hälfte oft unsicheren Bungert aus, dafür kam Risse in die Mannschaft. Und bereits in der 47. Minute gab es die erste Schrecksekunde für die Schwarzgelben: Subotic sollte im Strafraum gefoult haben, und der bis dahin sichere Schiedsrichter Weiner zeigte auf den Punkt - Elfmeter für Mainz 05, wohl eine Fehlentscheidung des Unparteiischen aus Giesen. Polanski trat an, scheiterte jedoch an Weidenfeller, der den Ball aus der unteren rechten Ecke kratzte (48.). Die Mainzer, nun beflügelt, kamen nur zwei Minuten später wieder gefährlich vor das Tor der Borussen, doch Weidenfeller konnte Allagui den Ball in höchster Not gerade noch vom Fuß schnappen und zur Ecke klären. Die Mainzer waren nun am Drücker und stürmten ein ums andere mal auf das Tor der Borussen. Zunächst schoss Polanski über das Tor (58.), danach strich Allaguis Schuss aus 20 Metern nur knapp am linken Pfosten vorbei (61.). Turbulente Szenen vor dem Tor von Roman Weidenfeller gab es nur zu Beginn beider Hälften. Die Schwarzgelben konnten dem Druck jedoch zumeist gut standhalten und sorgten immer wieder durch Konter für Nadelstiche: Hummels´ Kopfball nach Sahins Freistoß parierte Wetklo glänzend (60.), und auch an Kagawas fulminantem Schuss aus 25 Metern kam der Mainzer Torhüter so gerade noch dran. Mitten in der Mainzer Drangphase stach der BVB dann wieder eiskalt zu: Barrios ergatterte nach Götzes tollem Pass den Ball halblinks im Strafraum der Rot-Weißen, ließ den herauseilenden Wetklo mit einer Finte stehen und schob zum 2:0 für Borussia ein (67.). Ein unwahrscheinlich wichtiges Tor für den BVB, der damit die richtige Antwort auf das druckvolle Mainzer Spiel gab. Im weiteren Spielverlauf ebbte das hohe Tempo der Partie etwas ab, und beide Mannschaften waren mit vielen intensiven Zweikämpfen im Mittelfeld beschäftigt. Die Mainzer blieben jedoch stetig gefährlich, so konnte Weidenfeller einen Freistoß von Fuchs aus gut 30 Metern so gerade noch über das Tor lenken (76.). Auch der BVB kam weiter zu Chancen, aber Barrios verfehlte das Mainzer Tor deutlich (78.). Die letzten zehn Minuten verliefen mehr oder weniger ereignislos, einzig Fuchs prüfte Weidenfeller nochmals per Freistoß (83.), dieser stellte allerdings kein Problem für den sicheren BVB-Torhüter dar. Ausblick: Auch in der kommenden Woche ist der BVB zwei Mal auf Reisen, tritt am Donnerstag in Paris an und am Sonntag in Hannover. Nächster Heim-Gegner ist am 12. November der Hamburger SV.
1.11.10 15:07





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